Voraussetzung
Welche konkrete veröffentlichte Anforderung oder bewertete Erwartung wird geprüft?
Methode
Unterscheiden Sie vorhandene Stärken, noch mögliche zulässige Verbesserungen und Voraussetzungen, die nicht rechtzeitig erfüllt werden können.
Fünf klar definierte Zustände
Eine zwingende Voraussetzung muss tatsächlich vorliegen. Ihr Zustand bestimmt, welche nächsten Schritte im jeweiligen Vergabeverfahren zulässig sind.
Tatsächliche Stärken schützen und belastbar nachweisen.
Eine echte Verbesserung kann rechtzeitig umgesetzt und belegt werden.
Nur einplanen, wenn Unterlagen und einschlägige Regeln den späteren Nachweis erlauben.
Konkrete Leistung und Verfügbarkeit eines Partners transparent nachweisen.
Die Bedingung kann im Verfahren nicht ehrlich und zulässig erfüllt werden.
Fragen zur Einstufung
Dieselbe Fähigkeit kann in verschiedenen Verfahren unterschiedlich einzuordnen sein. Maßgeblich sind die konkreten Unterlagen und Fristen.
Welche konkrete veröffentlichte Anforderung oder bewertete Erwartung wird geprüft?
Was liegt für das bietende Unternehmen, das Angebot, Personal, Partner und die geplante Leistung tatsächlich vor?
Muss die Voraussetzung bei Abgabe, Eignungsprüfung, Zuschlag, Vertragsbeginn oder zu einem anderen ausdrücklich benannten Zeitpunkt vorliegen?
Darf ein Mitglied der Bietergemeinschaft, ein Nachunternehmen, ein Bürge oder ein anderes zugelassenes Unternehmen die Voraussetzung bereitstellen?
Wer darf Arbeit, Aufwand, Risiken, Partner und verbindliche Zusagen freigeben?
Welcher aktuelle Beleg weist die Voraussetzung nach und wer darf seine Verwendung genehmigen?
Beispiel zur Prüflogik
Ein Verfahren verlangt beispielsweise, dass der Hauptauftragnehmer bei Angebotsabgabe ein bestimmtes Zertifikat besitzt. Dieses liegt noch nicht vor. Zu prüfen sind die genaue Klausel, das betroffene Unternehmen, der Zeitpunkt und mögliche Regeln zur Eignungsleihe oder zu gleichwertigen Nachweisen.
Das Beispiel erläutert die Prüflogik. Der zulässige Weg im konkreten Verfahren ergibt sich aus den aktuellen Vergabeunterlagen und der Prüfung durch zuständige Fachleute.
Die Einstufung steuert Teilnahmeentscheidung, Anforderungs-Maßnahmen-Matrix, Terminplan, Partner- und Facharbeit, Kalkulationsannahmen, Freigaben und zulässige Angebotsaussagen. Änderungen der Unterlagen, fehlgeschlagene Maßnahmen, neue Nachweise oder geänderte Fristen lösen eine erneute Prüfung aus.
Dokumentierte Entscheidung
Jede Einstufung erhält Quelle, prüfende Person, Entscheidungsdatum, Zuständigkeit, nächste Maßnahme, Frist, Nachweis und Annahmen. Erst diese Dokumentation macht den Status überprüfbar.